Pressestimmen

"...eine ungeheuer ernsthafte Aufführung mit einem klaren intellektuellen Konzept, wie man sie an einem Off-Theater selten zu sehen bekommt" theater pur

"Diese Inszenierung von "Der Diktator" gibt einem hinten eine auf den Kopf mit. Und das tut weh. Und gut." rbbkultur

"Enden auch alle Szenen tödlich - die Premiere endete mit großem Applaus." neues deutschland

„Der Inszenierung von Ariane Kareev – deren flottes, in Teilen fast hektisches Tempo durch einen betont auktorialen Erzähler konterkariert wird (superb gespielt von Bernd Stempel) – gelingt an dieser Stelle ein ergreifendes Bild: (...)“ Unruhe im Oberrang

Maria Stuart

Und Sie tanzt
„Regisseurin Ariane Kareev reduziert Schillers Drama auf ein Duell zwischen zwei starken Frauen mit diametral entgegengesetzten Charakteren. Respekt zeigt sie für beide – glücklich wird keine.“

"Das Potential zum Zickenalarm verschweigt Kareev nicht, doch in einer Aufführung ohne Gags und Mätzchen konzentriert sie sich auf die Auseinandersetzung zwischen zwei starken Frauen mit diametral entgegengesetzten Charakteren.“

„…und sie tanzt. Bei Greta Ipfelkofer ist dieser Tanz kein besinnungsloser Workout wie bei Johanna Eiworth vor knapp zwei Jahren am benachbarten großen Schauspielhaus, sondern er besteht aus schlangenartigen Bewegungen, irgendwo zwischen indischem Tempeltanz, Hypnose und Verführungskraft.“

„Zwei starke Frauen. Zwei unglückliche Frauen. Zwei kompromisslose Frauen. Schwach sind nur die Männer.“
Theater pur, Dietmar Zimmermann

Der Diktator

Kreneks „Diktator“ in gelungener Schrammelbesetzung

Es sind Bekenntnisse einer Obsession, einer fatalen Verfallenheit mit denen die junge Regisseurin Ariane Kareev ihre Inszenierung von Ernst Kreneks Operneinakter „Der Diktator“ beginnen lässt: „Du bist der, der mich schlägt, du bist der, der mich streichelt, du bist der, der mir sagt, was ich bin.“

(...)Hart, rau und jazznah klingt auch die originale Musik von Krenek jetzt im schmissigen Spiel des Pianisten Walewein Witten, der Cellistin Maria Franz und des Schlagzeugers Jan-Einar Groh.(...)

Glänzend ist Lawrence Halksworth Darstellung des stramm gescheitelten, blonden Übermenschen, der seine autoritären Parolen in mehreren Sprachen ins Publikum schleudert: darunter nicht nur Italienisch und Deutsch, sondern auch das Amerikanisch eines Donald Trump und die fantasiedeutsche Kommandosprache aus Charlie Chaplins Film „Der große Diktator“.

Ariane Kareev, die mit dieser eindringlichen Arbeit ihre Diplominszenierung präsentiert, arbeitet in ihrer Personenregie mit körperbezogen, tänzerischen Charakterisierungen. So hat die sich spinnenhaft bewegende Charlotte die Fäden eigentlich in der Hand, während ihr Mann, der Diktator, statuarisch, als arischer Barbie-Ken agiert. Das differenzierteste Rollenporträt gelingt stimmlich wie darstellerisch dem einfühlsam singenden und agierenden Tenor Sotiris Charalampous als Offizier.
Deutschlandfunk Kultur, Julia Spinola

Tut weh und gut

Fazit: Es ist kein leichter Abend. Eine Stunde lang wird inhaltlich und musikalisch auf massiven Metaebenen losgeballert. Man muss dieser Produktion seine ganze Aufmerksamkeit schenken, dem eigenen Hirn genauso wenige Atempausen gönnen wie das die Dramaturgie vorlebt.Diese Inszenierung von "Der Diktator" gibt einem hinten eine auf den Kopf mit. Und das tut weh. Und gut.
rbb Kultur, Jakob Bauer

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